Aktuelles

Historische Schulstube ist ausgezogen

Eine letzte Aufnahme aus der historischen Schulstube Foto: Eckernförder Zeitung – Susanne Karkossa-Schwarz

Gut 7 Jahre war die historische Schulstube in unserem Heimatmuseum zu Hause. Nun ist die historische Schulstube am 16.01.2023 ausgezogen. Viele Schulstunden, wie zu Kaiser´s Zeiten, hat Christine Strüfing, in deren Eigentum fast alle Exponate stehen, in dieser Zeit abgehalten und für eine Attraktivität gesorgt.

Leider ist es trotz vieler Gespräche mit verantwortlichen Gremien und Personen nicht gelungen, eine sichere Bewahrung der Schulsammlung von Frau Strüfing in Gettorf sicherzustellen. Dieses war eine unabdingbare Voraussetzung für einen weiteren Verbleib in unserem Heimatmuseum. So hat Frau Strüfing sich entschieden, mit ihren Exponaten in das Freilichtmuseum am Kiekeberg, 21224 Rosengarten, umzuziehen.

Wir danken Frau Strüfing für die vielen Jahre ihres ehrenamtlichen Engagements und wünschen ihr alles Gute.

 

Projekt „Umgestaltung des Ehrenhains der Gemeinde Gettorf“

Förderung im Rahmen des Regionalbudgets der LAG AktivRegion Eckernförder Bucht e.V.
Besichtigung geförderter Projekte durch das Regionalmanagement

   

 

Der Gettorfer Windmühlen- und Verschönerungsverein hatte einen Antrag auf Gewährung einer Zuwendung zur Umsetzung eines Kleinprojektes im Rahmen des GAK-Regionalbudgets 2022 in der AktivRegion Eckernförder Bucht am 15.02.2022 gestellt. Dieser Antrag für das o. a. Projekt wurde positiv beschieden. Ein Zuwendungsvertrag wurde am 25.03.2022 geschlossen. 80% der Kosten, rd. 11.120.- €, wurden aus dem Regionalbudget der LAG als Zuwendung gefördert.

Am 20.12.2022 fand durch das Regionalmanagement der AktivRegion Eckernförder Bucht, Frau Dr. Lien Lammers und Herrn Dr. Dieter Kuhn eine Besichtigung des geförderten Projektes vor Ort statt.

Dr. Lien Lammers und Dr. Dieter Kuhn

Der Ehrenhain der Gemeinde Gettorf im sogenannten Bürgerpark ist der zentrale Gedenkort der Gemeinde Gettorf. Jährlich werden dort die Festakte aus Anlass des Volkstrauertages abgehalten. Zum Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege, mit Hilfe von Spenden der Gettorfer Bevölkerung, wurde der Ehrenhain am Volkstrauertag des 18.11.1956 eingeweiht. Das 5 Meter hohe Kreuz aus Granit stammt aus dem Sockel des alten Kaiser-Wilhelms Denkmals an der Holtenauer Schleuse. Die 17 Granitstelen mit 164 eingemeißelten Namen der Opfer aus den beiden Weltkriegen stammen aus den Türmen der alten Levensauer Hochbrücke, die in den Jahren 1953 – 1954 abgebaut wurde.

Mitte der 80er Jahre wurden die letzten größeren Gestaltungsmaßnahmen durchgeführt, u. a. durch Auslichtung des Bewuchses und Neuanpflanzungen. Insbesondere waren durch den Aufwuchs der Rhododendren die 17 Granittafeln kaum noch sicht- und wahrnehmbar. Folgende Arbeiten wurden ausgeführt (siehe auch Fotogalerie):

  • Versetzung der 17 Granitstelen neben das große Kreuz auf die freie Rasenfläche
  • Verlegung des Treppenaufganges in die Mitte des Geländes
  • Renovierung der vorhandenen Feldsteinmauer
  • Verlängerung des Knicks, im Westen des Grundstücks, mit Anpflanzungen zum Fußweg
  • Einsaat des noch vorhandenen seitlichen Weges
  • Pflanzung eines Baumes

Der Gettorfer Ehrenhain gehört als ein Anlaufpunkt zum Konzept/Projekt „Historisches Wandern in Gettorf“. Neben dem persönlichen Erleben vor Ort soll das „Historische Wandern“ auch zukünftig digital möglich sein. Die Umgestaltung des Ehrenhains wird deutlich zur Attraktivität der Anlage beitragen, die bereits jetzt als Naherholungsbereich im unteren Bereich der Anlage genutzt wird. Von erheblicher Bedeutung ist weiterhin, dass die Anlage als zentrale Gedenkstätte und Mahnmal nachhaltig für die nächsten Generationen erhalten bleibt.

RB EB 22 08 EhrenhainGettorf

 

Wiehnachtliches op Platt in der Gettorfer Mühle „Rosa“

Veranstaltung soll auch 2023 stattfinden

Unser Verein hatte erstmalig zur Veranstaltung „Wiehnachtliches op Platt“ in die Windmühle „Rosa“ eingeladen. Der historische Raum der Mühle, mit seinem besonderen Ambiente, war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der bekannte Rezitator und Autor Klaus-Dieter Tüxen und die Konzertakkordeonistin Meike Salzmann nahmen das Publikum mit ihrem Programm fröhlich und besinnlich mit in die Advents- und Vorweihweihnachtszeit.

Klaus-Dieter Tüxen und Meike Salzmann

Mit den vorgetragen Geschichten und Dööntjes gelang es Klaus-Dieter Tüxen die Anwesenden in die eigene Kindheit und Erinnerungen an diese besondere Zeit zu versetzen. Meike Salzmann spielte zu Beginn des Programms und zwischen den Lesungen weihnachtliche Melodien, die eine weihnachtliche Atmosphäre versprühte.

Mehrere traditionelle Weihnachtslieder wurden gemeinsam gesungen, deren Entstehung und Geschichten Klaus-Dieter Tüxen liebevoll erklärte.

Das begeisterte Publikum spendete am Ende lang anhaltenden Applaus und kam so in den Genuss von Zugaben des Duos.

Die Veranstaltung war ausverkauft

Die Resonanz und die Rückmeldungen aus dem Publikum waren hervorragend. So soll es auch im kommenden Jahr am 2. Advent wieder eine entsprechende Veranstaltung geben.

Gettorf – Eine Gemeinde im Wandel der Zeit

Das Buch ist eingetroffen !!!

Kaufpreis: 20.- €

Das Archivteam unseres Vereins hat die letzten Jahre an der Erstellung eines Buches, das den Titel „Gettorf – Eine Gemeinde im Wandel der Zeit“ trägt, gearbeitet. In diesem Buch wird in textlicher und bebilderter Form dargestellt, welche Veränderungen die Gemeinde Gettorf in der Vergangenheit, in den baulichen und gewerblichen Bereichen, durchlaufen hat. Das gut 200 Seiten umfassende Werk der Autoren Burckhard Kasten, Klaus Dammann und Rainer Feddersen wird Sie, liebe Leserinnen und Leser, auf eine wunderbare Zeitreise durch unsere Gemeinde mitnehmen.

Ein Bestellung des Buches ist unter der Email: Heimatmuseum@gettorf.de möglich. Auf Wunsch ist ein Versand des Buches möglich. Die Versandgebühr beträgt 2,25 €.

Historisches Wandern in Gettorf – digital neu gestaltet

Die Marktfrauen

Wer Gettorfs Geschichte besser kennlernen möchte, dem ist das „Historische Wandern“ durch die Gemeinde zu empfehlen. Durch die Erwanderung der Geschichte des Ortes wird diese plastisch und anschaulich gemacht und dürfte somit Einheimische, Neubürger, Touristen, aber auch Schulklassen, die sich mit Gettorfs Geschichte beschäftigen möchten, an die Historie des Ortes heranführen.

Informationstafeln inklusive der Gemeindekarte finden Sie am Karl-Kolbe-Platz und auf dem Marktplatz in Gettorf. Wer die Geschichte von Gettorf noch tiefer erforschen möchte, dem ist nach dem „Historischen Wandern“ ein Besuch im Heimatmuseum zu empfehlen. Wir wünschen Ihnen dabei viel Spaß!

Hier der Link dazu: https://www.maqnify.com/rundwege/historischer-stadtrundgang-gettorf

NDR- SH Magazin –  Aufstieg und Fall der Gettorfer Kutschen

Am 13.09.2022 wurde der bei uns gedrehte Beitrag gedrehte Beitrag im SH-Magazin gesendet. Der Beitrag kann in der ARD- Mediathek angesehen werden.

Hier dazu der Link:   https://www.ardmediathek.de/video/schleswig-holstein-magazin/fundstueck-der-aufstieg-und-fall-der-gettorfer-kutschen/ndr-schleswig-holstein/Y3JpZDovL25kci5kZS8yMzJjOTY5Ny01ZDgzLTQ3MWYtODA2Zi05NmJlYzhiNzgwZTU

Rosi Gänssler aus dem Vorstand verabschiedet

Rosi Gänssler wurde mit einem Präsent und Blumenstrauß verabschiedet.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung, die am 13.09.2022 in der Mühle „Rosa“ stattfand, wurde Rosi Gänssler offiziell aus dem geschäftsführenden Vorstand verabschiedet. Rosi hatte das Amt der Kassenwartin für unseren Verein 1991 angetreten und 30 Jahre, bis ins Jahr 2021, innegehabt.

Als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit und das Engagement erhielt Rosi einen Blumenstrauß und einen Essensgutschein.
Ihre Nachfolgerin im Amt ist Kerstin Drümmer.

NDR-Fernsehen drehte Beitrag für das Schleswig-Holstein Magazin

Das NDR-Team bei der Arbeit

Am 17.08.2022 war der NDR-Reporter Thomas Kahlcke mit seinem Kamerateam bei uns im Heimatmuseum. Absprachegemäß wurde ein Beitrag für die Sendereihe „Fundstücke“ aufgezeichnet. Diese Beiträge werden Dienstags im Schleswig-Holstein Magazin gesendet. Bei unserem „Fundstück“ geht es um die ehemalige Wagenfirma Heinrich Broocks und insbesondere um den „Gettorfer Marktwagen“. Nach einem erlebnisreichen Nachmittag für uns war der Beitrag nach gut zwei Stunden „im Kasten“.
Der Beitrag soll am 23.08.2022 oder 30.08.2022 im Schleswig-Holstein Magazin gezeigt werden.

Hier können weitere Fotoaufnahmen angesehen werden: https://www.windmuehle-gettorf.de/fotogalerie/

Buch “Aus meinem Leben von August Seidel“ 

Das Interesse an „alten Schulzeiten und das Wirken ihrer Schulmeister“ führten Christine Strüfing auf ihrer Spurensuche zum persönlichen „Heimbuch“ von August Seidel. Hier berichtet er als Mensch, Schulmeister und Heimatforscher in einem Rückblick über sein Leben in Gettorf. So bereiten Anschaulichkeit und Erzählfreude einer Autobiographie Lesevergnügen und führen oft zu einem Gegenwartsbezug.

Leseprobe:
Aus meinem Gettorfer
Amtsleben
Wie ich nach hier kam? Während meiner Soldatenzeit musste ich natürlich Umschau halten nach einer neuen Stelle, obgleich die Oldsumer Gemeinde auf Föhr ein Gesuch bei der Regierung eingereicht hatte, mich dort zu behalten, das aber abgelehnt wurde. Von meinem Klassenkollegen, der hier seit dem Frühjahr 1894 angestellt war, Wulf Lölkes, erfuhr ich, dass hier noch die 5. Lehrerstelle frei war. Ich bewarb mich darum und wurde zum 1. Oktober 1894 für diese Stelle ernannt. Am 21. Oktober traf ich hier ein (am 18. waren wir in Rendsburg entlassen), an einem kalten, regnerischen Sonntag, und wurde am Bahnhof von L.  und seinem Freund Otto Lütt in Empfang genommen und fand vorläufig Unterkunft im Landkrug, einem großen Gasthause an der Kieler Chaussee. Gleich nach meiner Ankunft meldete ich mich beim Pastor Jöns, derzeitigem Schulinspektor. Er verwies mich an den Organisten Heinrich Hauschildt, und es wurde vereinbart, dass ich gleich am anderen Morgen, also am Montag, dem 22. Oktober, mit dem Unterricht beginnen sollte. Mein Antritt vollzog sich ohne weitere Formalitäten. Der Pastor, der kommen wollte, erschien nicht, und Hauschildt überließ mich der Klasse. Was ich vorfand? 93 Kinder des 1. und 2. Jahrgangs, zusammengepfercht in neun langen Bänken, so dass auf jede Bank reichlich 10 Kinder kamen. Der Anfangsuntersicht war insofern erschwert als alle vier Lehrer je einen Tag in der Woche unterrichtet hatten, jeder auf seine Weise und Methode. Ich fand gleich in den ersten Tagen über 20 Kinder heraus, denen alle Anfangsgründe fehlten und mit welchen ich ganz von vorne beginnen musste, anstatt zwei hatte ich jetzt drei Abteilungen zu unterrichten. Es war eine Heidenarbeit………..

Kaufpreis: 15.- €. Bei Versand zuzüglich Versandkosten.
Einband: Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum: Januar 2020
Größe: DIN A4 – Format
Seitenzahl: 123
ISBN 978 – 3 – 938775 – 46 – 2

Das Buch kann ab sofort donnerstags (14:00 Uhr – 17:00 Uhr) im Heimatmuseum käuflich erworben werden.
Bestellungen und Versand sind ebenfalls online möglich unter heimatmuseum@gettorf.de

Zunftbaum verziert

Die Mitarbeiter des Bauhofes Gettorf haben am 30.03.2022 den im Oktober 2020 aufgestellten Zunftbaum demontiert. Zusammen mit Mitarbeitern der Firma WIR DREI wurde der Mast mit den Schleswig-Holsteinfarben (blau-weiß-rot) verziert und anschließend wieder aufgerichtet.

Der Zunftbaum hat Verzierungen in den Farben von Schleswig-Holstein bekommen.

 

Mühle „Rosa“ hat ihre Flügel wieder

Am heutigen Dienstag, 23.11.2021, hat unsere Windmühle „Rosa“ ihre Flügel wiederbekommen. Damit neigen sich die Sanierungs- und Renovierungsarbeiten dem Ende entgegen. An der Mühle selbst sind die Innen- und Außenarbeiten abgeschlossen. Restarbeiten im Bereich der Entwässerung sowie an den Außenanlagen werden zeitnah ausgeführt. Die Gesamtkosten für die Sanierung der Mühle belaufen sich auf rund 730.000.- €

Wir freuen uns schon auf den Tag der offiziellen Wiedereröffnung.

Endlich sind die Flügel wieder angebracht.

 

Bericht von der Jahreshauptversammlung

Aufgrund der Coronapandemie konnten wir unsere planmäßige Jahreshauptversammlung nicht, wie vorgesehen im Februar, durchführen. Diese fand nun aber am 13. September 2021 im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Gettorf statt. Da der 1. Vorsitzende Kurt Arndt ortsabwesend verhindert war, leitete zunächst die 2. Vorsitzende Barbara Kemnitz die Versammlung und im weiteren Verlauf der neu gewählte 2. Vorsitzende Burkhard Kasten. Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Berichte des Vorstandes und der Kassenwartin, sowie die Wahlen. Die Wahlen führten zur Neu- und Umbesetzung des Vorstandes. Hier die Ergebnisse:

  • Vorsitzender: Kurt Arndt für 2 Jahre
  • Vorsitzender: Burckhard Kasten für 1 Jahr
  • Kassenwartin: Kerstin Drümmer für 2 Jahre
  • Beisitzer: Wolfgang Schlewitz für 2 Jahre
  • Beisitzerin: Barbara Kemnitz für 1 Jahr
  • Kassenprüferin: Helga Ballert für 2 Jahre

Unser Verein hatte in den Jahren 2019 und 2020 den Verlust von insgesamt 12 Mitgliedern zu beklagen. Leider sind in dieser Zeit 7 langjährige Mitglieder verstorben. Die anderen Austritte ergaben sich u. a. aus Wegzügen. 4 neue Mitglieder sind dem Verein dankenswerterweise beigetraten, so dass die aktuelle Mitgliederzahl 87 beträgt (Stand: Oktober 2021).

Geplant ist, die nächste Jahreshauptversammlung wieder planmäßig Ende Februar durchzuführen. Der entsprechende Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

 

Maikranz am Zunftbaum aufgehängt

Rechtzeitig zum 01. Mai wurde am neuen Zunftbaum auf dem Karl-Kolbe-Platz ein Maikranz aufgehängt. Unser Verein hat die Kosten für den Kranz übernommen.

Das traditionelle Gebinde wurde mit langen, blau-weiß-roten Bändchen geschmückt, analog zu unseren Landesfarben. Ein wünschenswert größer Kranz kann nicht aufgehängt werden. Der zulässige Durchmesser beträgt 1,0 m. Dieses sind Vorgaben aus der Statik des Zunftbaumes sowie der Einstufung der Gemeinde Gettorf in die Windlastzone 3.

Pandemiebedingt kann am 01. Mai leider auf dem Karl-Kolbe-Platz keine Veranstaltung der Vereine stattfinden, die jährlich unter Beteiligung der Bevölkerung stattfinden soll.

Wir hoffen sehr, dass dieses Vorhaben in kommenden Jahren wieder möglich sein wird.

27. Januar 2021– 25 Jahre Heimatmuseum Gettorf

Am 27. Januar 1996 konnte in Gettorf, in der Mühlenstraße 19, wieder ein Heimatmuseum eröffnet werden.

Bereits im Jahre 1931 hatte der Leiter der damaligen Gettorfer Volksschule, Walther Trede, die Idee, in Gettorf ein Heimatmuseum zu gründen. Das Heimatmuseum sollte das illustrierte Buch der Heimat werden. 1932 wurden Bürger*innen der Gemeinde Gettorf, Vereine und Verbände, Sparkassen und Banken und Schulkinder aufgerufen, die Errichtung eines Heimatmuseums in einem Klassenraum der Volksschule zu ermöglichen. Am 18.April 1933 wurde eine Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde im Dänischen Wohld gegründet, die Mitträger der Fördergemeinschaft des Gettorfer Heimatmuseums wurde. Im festlich hergerichteten Schulhaus wurde am 10. September 1933 das Heimatmuseum eröffnet. Im Laufe der folgenden Jahre erfreute sich das Heimatmuseum in Gettorf großer Beliebtheit, mit vielen Ausstellungen und Veranstaltungen. Durch die Wirren des zweiten Weltkrieges mussten 1943 die Exponate des Gettorfer Heimatmuseums, wegen der Gefahr des Verlustes, magaziniert werden. Ab 1945 wurde die Museumsräume für die Aufnahme von Flüchtlingen benötigt. Ende der 50er Jahre lagerte man die Exponate des Gettorfer Heimatmuseums nach Eckernförde aus. Von dort aus sind die Exponate spurlos verschwunden und konnten nicht wieder aufgefunden werden. Das war das Ende des ersten Gettorfer Heimatmuseums.

Der Gettorfer Lehrer August Seidel, ein hervorragender Heimatforscher und Autor vieler heimatkundlicher Berichte, hatte in seiner Wohnung viele alte Möbelstücke und Gebrauchsgegenstände aus dem 18. und 19. Jahrhundert zusammengetragen. Er verstarb 1944. Seine Tochter überließ später das „Seidelzimmer und die Seidelsammlung“ der Heimatgemeinschaft des Kreises Eckernförde als Stiftung, mit der Maßgabe, dass die Gegenstände in Eckernförde oder Gettorf ausgestellt werden mussten. Die Gegenstände wurden zunächst auch in Eckernförde ausgestellt, nahmen allerdings zu viel Platz in Anspruch, so dass die Ausstellung wesentlich verkleinert werden sollte.

Diese Absicht rief Hans-Christian Sacht auf den Plan, der spontan äußerte, dass die Seidelstiftung dann zurück nach Gettorf genommen werde. Diese Erklärung war der erste Schritt für das zweite Gettorfer Heimatmuseum. Die Mitarbeiter des Gettorfer Gemeindearchivs erklärten sich bereit, tatkräftig bei der Errichtung eines neuen Gettorfer Heimatmuseums mitzuwirken. Dr. Dieter Kolbe, zu der Zeit Vorsitzender des Vereins und Bürgermeister Dieter Schönfeld, unterstützten das Vorhaben maßgeblich. Die Gemeinde Gettorf hattet zu der Zeit gerade das Wohnhaus in der Mühlenstraße 19 käuflich erworben, über dessen Nutzung noch nicht entschieden war. Nach erfolgreichen Verhandlungen gelang es, dass das gesamte Haus als Heimatmuseum freigegeben wurde. Ab September 1995 wurde das Gebäude frei und die erheblichen Aus- und Umbaumaßnahmen zu einem Heimatmuseum konnten durchgeführt werden.

Am 27. Januar 1996 war es soweit. Das zweite Gettorfer Heimatmuseum wurde feierlich eröffnet.

Untergebracht war in der ersten Abteilung die zurückgeholte Seidelstiftung. In der zweiten Abteilung waren aus dem Bereich von Vor- und Frühgeschichte viele Exponaten aus der Steinzeit zu bestaunen. In der dritten Abteilung wurden Gegenstände aus allen Lebensbereichen gesammelt und ausgestellt. Eine vierte Abteilung im Hause wurde für Sonderausstellungen vorgehalten.

2020 – 2021 – Buch „Gettorf – Eine Gemeinde im Wandel der Zeit“

Burckhard Kasten, Klaus Damann, Rainer Feddersen, Hans-Christian Rohlfs und der leider inzwischen verstorbene Jürgen Maag, aus dem Archivteam unseres Vereins, arbeiten zurzeit an der Erstellung eines Buches, das den Titel „Gettorf – Eine Gemeinde im Wandel der Zeit“, tragen soll.

In diesem Buch wird in textlicher und bebilderter Form dargestellt werden, welche Veränderungen die Gemeinde Gettorf in der Vergangenheit, in den baulichen und gewerblichen Bereichen, durchlaufen hat.

Das Buch soll 2021 zur Drucklegung kommen und sodann vom Verein herausgegeben werden.

Umfangreiche Renovierungsarbeiten am Heimatmuseum

Gebäudevorderseite mit neuem Dach

Gebäuderückseite mit neuer Eindeckung

Das Dach unseres Heimatmuseums war ebenfalls in die Jahre gekommen und erneuerungsbedürftig. Dankenswerterweise hat die Gemeinde Gettorf, als Eigentümer der Immobilie, die nötigen finanziellen Mittel für eine komplette Sanierung des Daches zur Verfügung gestellt. Anfang November 2020 begannen die Arbeiten, die jetzt Ende November zum Abschluss gebracht werden konnten.

Im Zuge dieser Arbeiten wurde weiterhin eine neue Isolierung des Daches eingezogen, die Balkenlage verstärkt und der Dachboden weiter ausgebaut. Hierdurch ergibt sich für den Verein die Möglichkeit, den Dachboden optimaler als dringend benötigten Lagerraum zu nutzen.

Zum Abschluss der Renovierungsarbeiten wird im Raum der historischen Schulstube eine zusätzliche Fluchttür eingebaut.

Remise erstrahlt im neuen Glanz

1998 konnte der Verein durch Spendengelder und einen großen Eigenleistungsanteil neben dem Heimatmuseum eine Remise errichten. Ursprünglich gedacht als Unterbringung von Gettorfer Wagen und Kutschen, die in der Gettorfer Wagenbauanstalt von Heinrich Broocks in der Zeit 1889 – 1936 hergestellt wurden. Es konnte ein Gettorfer Wagen erworben werden. In kurzer Zeit füllte sich die Remise bis unters Dach mit landwirtschaftlichen Kleingeräten, einer kompletten Schmiede, Holzbearbeitungsgeräten, Torfgeschirr und weiteren Gerätschaften.
Der Farbanstrich war jetzt in die Jahre gekommen und erneuerungsbedürftig. Der Vereinsvorstand hat daraufhin beschlossen, die Remise durch eine Malerfirma streichen zu lassen. Die angefallenen Kosten von knapp 3000.- € hat der Windmühlen- und Verschönerungsverein Gettorf e. V. selbst übernommen.

Wagenremise mit neuem Anstrich

Die Remise erstrahlt nun im neuen Glanz und wartet auf viele neugierige Besucher und Besucherinnen.

 

Zunftbaum für die Gemeinde Gettorf am 02. Oktober 2020 eingeweiht

Infotafel zu den Handwerken

Seit längerer Zeit wurde in der Gemeinde Gettorf und im Handels- und Gewerbeverein Gettorf über die Aufstellung eines sogenannten Zunftbaums diskutiert. Unser Verein hatte sich dieser Diskussion angeschlossen. Hinsichtlich der Finanzierung des Vorhabens sollte, nach entsprechenden Rücksprachen, ein Antrag auf Gewährung einer Zuwendung zur Umsetzung eines Kleinprojektes im Rahmen des GAK-Regionalbudgets 2020 in der AktivRegion Eckernförder Bucht gestellt werden. Unser Verein hat sich als erforderlicher Projektträger zur Verfügung gestellt. Die LAG AktivRegion Eckernförder Bucht e.V. hat am 06.05.2020 durch Vorstandsbeschluss dem Antrag zugestimmt und damit 80% der anfallenden Kosten übernommen.

In den Folgegesprächen wurde folgende Ziele vereinbart:

  • Es soll ganzjährig ein Zunftbaum aufgestellt werden, der die in Gettorf ansässigen Gewerke und Dienstleistungen in Form von Zunftzeichen darstellt.
  • Eine Infotafel, in unmittelbarer Nähe, soll die Zunftzeichen erläutern.
  • Der Zunftbaum soll in der Mitte des Karl-Kolbe-Platzes aufgestellt werden.
  • Rund um den Zunftbaum werden Anpflanzungen erfolgen.
  • Jährlich zum 1. Mai sollen die Gewerbetreibenden, Vereine und Verbände zu einer Feier am Zunftbaum einladen.
  • Der Zunftbaum erhält einen Maienkranz, zur Adventszeit einen Adventskranz und für die übrige Jahreszeit einen Kranz, an dem Bändchen mit den Schleswig-Holstein Farben hängen.

Im Rahmen einer kleinen Feier wurde der Zunftbaum am 02.10.2020 eingeweiht. Bürgermeister Hans-Ulrich Frank und der 1.Vorsitzende unseres Vereins, Kurt Arndt, hielten kurze Grußworte.

Der neue Zunftbaum mitten auf dem Karl-Kolbe-Platz

Zunftbaum mit Adventskranz

Die Gesamtmaßnahme hat rund 15.000.- € gekostet, von denen rd. 12.000.- € aus dem GAK-Regionalbudgets getragen wurden. Der Windmühlen- und Verschönerungsverein Gettorf e. V. unterstützt dieses Projekt mit rund 3000.- €.

Handwerk und Dienstleistungen haben eine wichtige Bedeutung und Tradition für den Wirtschaftsstandort Gettorf und im Dänischen Wohld. Die Aufstellung des Zunftbaums trägt zur Förderung des Wirtschaftsstandortes Gettorf und zur Verbesserung der Ortsidentität aus Sicht des Handwerks bei. Gestärkt wird zudem die Sichtbarkeit des Handwerks im Ortsbild.

Des Weiteren trägt die Aufstellung des Zunftbaumes zur Attraktivitätssteigerung des Ortskerns bei. In Verbindung mit der Informationstafel und temporären Ausstellungen im Heimatmuseum bietet der Zunftbaum ein kulturtouristisches Angebot, fördert zudem die Kenntnis der örtlichen Bevölkerung über das Handwerk in der Region.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Frau Münzberg-Niemann, Standortmanagerin der Gemeine Gettorf, die alle wesentlichen Maßnahmen begleitet und veranlasst hat.